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[Testbericht] ASUS Transformer Pad TF300 im Review

Mit dem Transformer Pad TF300 stellt ASUS einen weiteren Tablet-Hybriden vor, der für einen Preis von 499€ in der 32GB-Variante nicht zu den günstigsten Tablets gehört. Für diesen Preis bekommt man allerdings ein ansteckbares Keyboard mitgeliefert, so dass man das Tablet in ein kleines Netbook verwandeln kann. Das Tablet ist in den Farben Royal Blue, Torch Red und Iceberg White erhältlich und wird mittlerweile bei allen großen Onlinehändlern und Fachmärkten geführt.

Wir haben unserer Transformer Pad TF300 mit freundlicher Unterstützung von getgoods.de erhalten und bedanken uns für dieses Teststellung. Bevor wir aber zu dem eigentlichen Test kommen, zeigen wir Euch die Eckdaten des Tablet.

Technische Daten 

  • 10.1 Zoll IPS LC-Display, Auflösung 1280 x 800 Pixel (149ppi) 
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich
  • Nvidia Tegra 3 Quad-Core Prozessor mit 4x 1.2GHz
  • 1GB RAM
  • 32GB interner Speicher, erweiterbar mittels microSD und SD-Karte (Keyboard)
  • 8 Megapixel Kamera
  • microHDMI | Bluetooth 3.0 | GPS | WLAN
  • Akkukapazität von 2940 mAh
  • Abmessungen: 263 x 180.8 x 8.3 Millimeter (BxHxT)
  • Gewicht: 635 Gramm 

Hardware, Design & Haptik

Das Transformer Pad TF300 ist neben dem Eee Pad Transformer und dem Transformer Prime bereits das dritte Tablet aus dem Hause ASUS das mit einem Keyboard bestückt werden kann. Gegenüber dem Transformer Prime besteht das Gehäuse des TF300 jedoch komplett aus Kunststoff was nicht ganz so wertig wirkt. In unserem ersten Hands-on und Unboxing Video gingen wir schon auf die Oberfläche und Wertigkeit des Gehäuses ein. So ist das Tablet aufgrund der geriffelten Rückseite äußerst griffig, das Kunststoffgehäuse lässt sich auf der Rückseite jedoch an ein-zwei Stellen minimal eindrücken, so dass ein weniger wertiger Eindruck entsteht.

Bei der sonstigen Verarbeitung des Tablets gibt es keinen Grund zur Kritik, hier knarzt nichts und Spaltmaße sind kaum vorhanden. Die Wippe für die Lautstärke und der Powerbutton haben einen guten Druckpunkt und auch die Kamera, der Kopfhöreranschluss und der Lautsprecher sind gut eingefasst.

Unboxing des ASUS Transformer Pad TF300

Wie bereits bei der obigen Einführung erwähnt wird das Transformer Pad TF300 in drei Farben angeboten, wobei die Farben Torch Red und Iceberg White momentan mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen haben. Die verbauten Komponenten des Tablets sind über jeden Zweifel erhaben. So machen der verbaute Tegra 3 Prozessor und die 1GB Arbeitsspeicher einen sehr guten Job und kamen in der Praxis in keinem Moment ins Stocken.

Ein großer Pluspunkt dieses Tablets sind die zahlreichen Anschlüsse. So verfügt das Tablet über einen microHDMI-Ausgang, einen microSD- und SD-Kartenslot und einem vollwertigen USB-Anschluss. Beide letztgenannten Anschlüsse sind jedoch in dem mitgelieferten Keyboard integriert. Weiterhin sind Bluetooth 3.0, WLAN und ein GPS-Empfänger mit an Bord. Ganz im Gegensatz zum Transformer Prime ist der hier verbaute GPS-Empfänger auch wirklich von Nutzen. So wurden mehrere Satelliten innerhalb von wenigen Sekunden in einem geschlossenen Raum  gefunden. Ein entsprechenden Video dazu findet Ihr in unserem YouTube-Kanal.

Zum Schluss möchte ich noch einmal kurz auf das Keyboard eingehen. Die Tastatur ist genauso wie das Tablet gut verarbeitet und das Scharnier macht einen soliden Eindruck. Lediglich einige Tasten bieten einen zu geringen Druckpunkt, da sind die Taiwanesen noch einen Schritt hinter dem Klassenprimus Apple. Ansonsten verfügt das Keyboard über einen integrierten Akku, so dass die Betriebszeit des Hybriden auf bis zu 15 Stunden (Herstellerangabe) anwächst.

Display

Das Display des Transformer TF300 verfügt über ein IPS LC-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel und gehört damit zum Standard in der 10-Zoll Klasse. Wenn man mit dem TF300 nur Indoor arbeiten möchte sind Blickwinkel und Helligkeit absolut in Ordnung. Sollte man allerdings öfters im Freien und unter direkter Sonneneinstrahlung arbeiten, so sind Blickwinkel und Helligkeit eher befriedigend-auseichend. Das Display besitzt eine Leuchtkraft von 350nit was ungefähr der Hälfte des Transformer Prime entspricht.

Einen weiteren Kritikpunkt müssen wir äußern, der bereits durch mehrere Foren ging und auch uns erwischte. So durchdringt das Display am unteren Rand und an der linken Seite ein leichter Weißschimmer, dem sogenannten Clouding. Clouding entsteht meist dann, wenn der Hintergrund ungleichmäßig ausgeleuchtet wird. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn man auf die Rückseite des Tablets drückt. Dann treten leichte weiße Wellen auf dem Display auf.

Ansonsten entspricht das Display unseren Erwartungen und reagiert gut auf Eingaben und Interaktionen.

Kameras

ASUS spendiert dem Transformer TF300 eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite und eine 1.2 Megapixel Kamera auf der Vorderseite des Tablets. Obwohl die Hauptkamera über keinen Blitz verfügt, sind mit einem Hintergrund beleuchteten CMOS-Sensor und eine f/2.2 Linse gute Komponenten verbaut. Anhand unserer Testbilder könnt ihr Euch einen Eindruck von der Qualität der Kamera machen, wir bescheinigen diesen einen gute Qualität.

Auch an der Auslöseverzögerung haben wir nichts auszusetzen. Nach Betätigen des Auslösebuttons werden Bilder innerhalb von einer knappen Sekunde geschossen. Was heute mittlerweile zum Standard gehört, aber auch erwähnt werden sollte, ist die Möglichkeit bestimmte Bereich des Bildes per Fingertip zu fokussieren.  Weiterhin sind viele Funktionen, die mit Android 4.0 Einzug hielten auch beim Transformer TF300 vorhanden.

So kann man bei der Fotografie zwischen mehreren Szenen wählen, die Belichtung ändern oder herkömmliche Kameraeinstellungen vornehmen.

Software & Performance

Auf dem Transformer Pad TF300 läuft aktuell Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich. Damit ist das Tablet “up-to-date”, da es momentan kaum was Aktuelleres gibt. Im Gegensatz zu anderen Herstellern wie HTC oder Samsung bleibt die Oberfläche auf einem ASUS Device fast ungerührt. Lediglich ein paar zusätzliche Apps und Widgets versüßen die Eiscremestulle. Für meinen Geschmack ist das der richtige Weg den ASUS einschlägt, da die Oberfläche so minimalistisch wie möglich gehalten wird und Updates schnell ausgerollt werden können.

Wie so oft erwähnt geben Benchmarks eine Richtung vor wie viel Power in einem Device stecken. So haben auch wir einige Benchmarks durchlaufen lassen, die uns zeigen, dass das Transformer Pad TF300 eine ordentliche Leistung abliefert. Generell ist zu sagen, das alles flüssig und fluffig läuft und keine Ruckler zu verzeichnen sind.

  • Quadrant: 3,695 Punkte
  • NenaMark 2: 46.9 fps
  • Linpack Multi-Thread: 89.83 mflops

Unter den Schnelleinstellungen hat man die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Modi zu wechseln. ASUS hat dazu einen normalen, Energiespar- und Powermodus programmiert, um so das Tablet auf jede Situation einzustellen. Der Tegra 3 Prozessor taktet dann zwischen 600Mhz und 1.3Ghz (übertaktet).

Akkuleistung

10 Stunden veranschlagt ASUS als Batterielaufzeit für das Transformer TF300. In unserer Videodauerschleife hielt das Tablet leider nur 8:17 Stunden durch, was ggf. auch auf die fehlende Kalibrierung des Akku zurückzuführen ist. Mit dem Keyboard sieht das Ganze wieder etwas anders aus, da auch in diesem eine Batterie verbaut ist. Mit 12:45 Stunden ist die Akkulaufzeit deutlich angestiegen, die Herstellerangabe von knapp 15 Stunden erreicht es aber dennoch nicht.

Wenn Ihr die Akkuleistung steigern wollt, sollte sich das Tablet im Energiesparmodus befinden, da in diesem am wenigsten Prozessorleistung abgerufen wird.

Zusammenfassung

Mit dem Transformer Pad TF300 hat ASUS ein Tablet auf den Markt gebracht, dass einem viel Freude, aber auch etwas Kopfschmerzen bereitet. Auf der einen Seite ist der bärenstarke Tegra 3 Prozessor und die insgesamt gute Verarbeitung. Auf der anderen Seite finden wir ein Display mit leichtem Clouding und die etwas schwammige Tabletrückseite. Insgesamt sei jedoch zu sagen, dass das Tablet eine echte Kaufempfehlung ist und die vorhandenen Negativpunkte absolut zu verschmerzen sind.

In unserem Pro & Contra seht ihr was uns am TF300 besonders gut gefällt und was nicht so toll ist.

  • schneller Prozessor mit guter Performance
  • gute Akkulaufzeit dank unterschiedlichen Energiesparmodi
  • schlichtes und schickes Design
  • gute Kameraqualität
  • zwei Geräte in Einem: Tablet & Netbook

  • Clouding auf dem Display bei dunklem Hintergrund
  • Kamera ohne Blitz
  • etwas druckempfindliche Tabletrückseite

 

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an

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Über den Autor

Christian Görge

Gründer des Techblogs MobileRoundup und auf der täglichen Suche nach aktuellen News aus der mobilen Welt. Ach so, und Fan von Eintracht Frankfurt :-)