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Test: Sony Xperia T – Flaggschiff Phone mit Schwächen bei der Kamera

Test: Sony Xperia T – Flaggschiff Phone mit Schwächen bei der Kamera

Testurteil

www.mobileroundup.de 10 / 2012

Sony Xperia T

Hardware & Design

Display

Kamera

Software

Performance

Gesamtwertung
21.0/25

Anzeige

Sony Xperia S T-Mobile-Edition ohne Vertrag weiss

Einführung

Mittlerweile wird es für jeden Smartphone-Hersteller immer schwerer ein “Flagship-Phone” auf dem Markt zu positionieren. Mit dem iPhone 4S/5 und dem Galaxy S3 sind bereits sehr gute Handys auf dem Markt, die zusätzlich einen großen Kundenstamm besitzen. Umso schwerer wird es für alle anderen Hersteller den beiden Platzhirschen Kunden abzujagen.

Mit dem Xperia T möchte Sony aber genau dies versuchen. Erstmals konnten wir dieses Smartphone auf der IFA 2012 begutachten und waren schon damals von den technischen Daten und dem ansprechenden Design angetan. Wie erste Benchmarks belegten steckt ungeheuer viel Power in diesem Smartphone und auch die 13 Megapixel Kamera sollte ihresgleichen suchen. In unserem Test zeigen wir Euch, ob sich unser erster Eindruck von der IFA bestätigt oder das neue Sony Smartphone doch Raum zur Kritik lässt.

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Datenblatt Sony Xperia T

  • Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich
  • 4.6-Zoll Display mit 1280 x 720 Pixel | HD Bravia Engine | kratzfestes Glas
  • Qualcomm Snapdragon MSM8260A Dual-Core CPU mit 1.5GHz | Adreno 225 GPU
  • 1GB RAM
  • 16GB interner Speicher (erweiterbar mittels microSD-Karte um weitere 32GB)
  • 13 Megapixel Primärkamera mit LED Flash | 1.3 Megpixel Frontkamera
  • Videoaufnahmen in 1080p (primär) und 720p (sekundär)
  • Bluetooth 3.0 | WiFi b/g/n | GPS + GLONASS | NFC
  • Akkukapazität: 1850mAh
  • Gewicht: 139 Gramm
  • Abmessungen: 129.4 x 67.3 x 9.4 Millimeter
  • Preis: 490€ (Idealo Preisvergleich)

Hardware & Design

Wenn man sich die oben aufgeführten Spezifikationen anschaut, erkannt man sofort, dass Sony hier ein wirkliches Topmodell auf den Markt gebracht hat. Mit der 1.5GHz schnellen Snapdragon MSM8260A Dual-Core CPU hat Qualcomm ein Stück Technik geschaffen, das sich vor den aktuellen Quad-Core CPUs nicht verstecken muss. Die obligatorischen 1GB Arbeitsspeicher gehören mittlerweile zum Maß der Dinge und der interne Speicher von 16GB kann mittels microSD-Karte um 32GB erweitert werden. Von dieser Seite beleuchtet ist das Sony Xperia T wirklich up-to-date und kann als Flaggschiff bezeichnet werden.

Die Front des Smartphones wird von einem 4.6 Zoll großen LCD Display mit einer Auflösung von 1280×720 Pixel bestimmt. Aufgrund der verwendeten Sony Mobile Bravia Engine sollen Fotos und Videos noch besser aussehen und in Sachen Schärfe und Farben andere Displays übertreffen. Weiterhin sind eine 720p Frontkamera, die Hörmuschel, einige Sensoren und ein Mikrofon auf der Front integriert.

Neben einem microUSB-Anschuss, der zum Laden und synchronisieren von Daten bestimmt ist, findet man auf der Oberseite den Audioanschluss und auf der rechten Seite den microSD-Kartenslot und microSIM-Karteneinschub vor. Diese beiden Ports befinden sich hinter einer Abdeckung und sind im oberen Bereich angebracht. Dadurch rutschen Power- und Volumebutton etwas nach unten, was im Handling die Nutzbarkeit erschwert. Kann man den Powerbutton noch einigermaßen gut erreichen  so ist die Lautstärkewippe zu weit nach unten gerutscht. Dadurch wird das Xperia T kopflastig und kann bei schnellen Bewegungen aus der Hand rutschen.

Last, but not least wurde durch Sony ein dezidierter Kamerabutton integriert mit dem sich auf einfachste Art und Weise Fotos knipsen lassen. Sony verbaut einen 1850mAh starken Akku, der für die Größe des Displays gerade noch ausreichend erscheint.

Die verwendeten Materialen sind durchaus ansprechend. Auf der Rückseite ist eine Soft-Touch Oberfläche vorzufinden, die sich sehr gut anfühlt. Die Buttons wurden gut eingefasst und besonders weiß die metallene Umrahmung des Klinkenanschluss weiß zu gefallen. Das Sony Xperia T ist absolut verwindungssteif und Knarzen sucht man vergeblich.

Lediglich ein kleiner Spalt zwischen Display und Rahmen fällt negativ auf, da sich hier allerhand von Staub und Flusen sammeln. Ansonsten ist das Sony Xperia T ein schönes Stück Hardware was gut in der Hand liegt und mit einem Gewicht von 139 Gramm nicht zu schwer erscheint.

Bildergalerie

Display

Mit einer Auflösung von 1280×720 Pixel erreicht das Sony Xperia T eine Pixeldichte von 323ppi, die in einem sehr guten Bereich liegt und sich vor der Konkurrenz nicht fürchten muss. Aufgrund dessen sind gehört das Erkennen von einzelnen Pixeln der Vergangenheit an und Bilder, Schriften und sonstige Inhalte wirken gestochen scharf. Durch die HD Bravia Engine wird nochmals der Kontrast und die Farbsättigung erhöht was nicht jedermann gefallen muss, da bei farbintensiven Bildern manche Farben zu intensiv wirken.

Das Display besitzt eine sehr hohe Leuchtkraft und lässt sich – sofern man frontal auf dieses schaut – auch sehr gut ablesen. Und da liegt die Krux: Sobald man den Blickwinkel erhöht und das Display von der Seite betrachtet werden die Farben schwächer und der Kontrast verringert sich. Dadurch wird das gleichzeitige Betrachten von Inhalten durch mehrere User erschwert. Im alltäglichen Gebrauch dürfte dies aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

Kamera

Kommen wir nun zu dem Bereich, der das Sony Xperia T gegenüber anderen Smartphones besonders machen soll. Die Betonung liegt gewollt auf “soll”, da uns die Kamera das ein oder andere Mal Kopfschmerzen bereitet hat. Mit der 13 Megapixel Kamera, dem Exmos-R Sensor und einem LED Blitz sind alle Voraussetzungen für gute Bilder gegeben. Bilder werden in einer maximalen Auflösung von 4128×3096 Pixel gefertigt und können bei Bedarf auch in 10- oder 2MP auf dem Smartphone abgelegt werden. Videos werden durch die rückwärtige Kamera in 1080p aufgezeichnet, die Frontkamera schafft immerhin noch 720p.

Die Oberfläche der Kamera-Anwendung ist übersichtlich gestaltet und beinhaltet auf der rechten Seite den Auslöser, die Wahl zwischen Foto- und Videoaufzeichnung und einen Zugriff zur Bildergalerie. Auf der linken Seite finden sich vier Shortcuts die Zugriff auf den Blitz, verschiedene Szenenmodi und allgemeine Einstellungen bieten. Mittels des hardwareseitigen Kamerabuttons kann man Fotos auch aus dem Lockscreen heraus schießen. Dazu ist es lediglich notwendig den Button komplett durch zu drücken, die Kamera-Anwendung wird gestartet und sofort wird ein Foto geschossen. Für Schnappschüsse ist diese Option leider nicht geeignet, da dieser Vorgang etwas zu lange dauert.

Im Großen und Ganzen sehen die gefertigten Bilder gut aus, heben sich aber nicht von anderen Smartphones mit einer geringeren Auflösung ab. So konnten wir vor allem bei hellem Umgebungslicht Probleme erkennen, da die voreingestellte Belichtung zu hoch ist und nur eine manuelle Korrektur zu besseren Bildern führt. Durch die zu hohe Belichtung wirken manche Bilder milchig, Details gehen verloren und das Bild ist unscharf. Weiterhin wurde in fast 70% der Fälle das erste Foto nach Starten der Anwendung nicht richtig fokussiert, so dass ein zweites Bild geknipst werden musst. Erschreckend war der Szenenmodus “Nacht”, da dieser in dunkler Umgebung gegenüber dem normalen Modus zu keiner Verbesserung führte.

Wie bereits oben erwähnt werden Videoaufzeichnungen durch die Primärkamera in 1080p gefertigt. Mittels dem integrierten Bildstabilisator sollen kleine Wackler ausgeglichen werden. Aber auch hier konnten wir Fokussierungsprobleme und ein Nachziehen bei den fertigen Video erkennen, da bei Kameraschwenks das Bild etwas hakte und anschließend nachgezogen wurde.

Einige Testbilder findet Ihr im unteren Bereich wieder, einen Kameravergleich mit dem Samsung Galaxy S3 findet Ihr hier.

Testbilder

Multimedia & Software

Das Sony Xperia T läuft mit Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich und hält sich sehr stark an Stock Android. Sony verpasst der Oberfläche nur kleine Änderungen, die sich im Alltagsgebrauch als sehr nützlich erweisen. So wurde das Multitasking Menü durch kleine Mini-Apps erweitert wie wir sie schon vom Sony Xperia Tablet S kennen. Durch Aufrufen der Mini-Apps wird auf den Homescreens eine kleine Anwendung gestartet, die frei platziert werden kann. Entgegen dem Xperia Tablet S sind auf dem Xperia T momentan nur vier Mini-Apps verfügbar (Taschenrechner, Wecker, Memo, Voice-Recorder), die in Zukunft sicherlich erweitert werden.

Insgesamt stehen fünf Homescreens zur Verfügung die beim Scrollen nach links oder rechts jeweils am Ende anschlagen. Beim Verkleinern der Homescreens bekommt man nicht – wie bei HTC und Samsung – eine verkleinerte Version angezeigt, sondern eine Auflistung von Widgets, die auf den verschiedenen Homescreens platziert sind. Diese schweben frei auf dem Display und bei Berührung eines Widgets wird der entsprechende Homescreen aufgerufen. Ferner lassen sich unterschiedliche Designs aufrufen, die das Xperia T in verschiedene Farben hüllt.

Widgets lassen sich nicht über den App-Launcher auf den Homescreens platzieren, sondern mittels einer langen Berührung des Bildschirms. Dabei kann man über ein Plus-Zeichen im oberen rechten Bereich des Display ein Widget auswählen.

Mit der Walkman-App gibt Sony seinen Kunden wieder ein sehr schönes Instrument an die Hand um Musik zu verwalten und dieses auch effektiv einzusetzen. So ist es direkt aus der App möglich entsprechende Youtube-Videos zu suchen, die Musikinfos editieren oder eigene Klangbilder zu erstellen. Aber auch das Album (ehemals Galerie) bietet Foto-Freunden jede Menge Möglichkeiten Bilder zu bearbeiten. Über einfaches zuschneiden, versehen von Effekten sind noch einige weitere Bildbearbeitungsmöglichkeiten vorhanden.

Mit der Anwendung Timescape vernetzt Sony alle möglichen Dienste und bietet einen zentralen Ort um darauf zuzugreifen. Dort können nicht nur Social Networks, sondern auch Gmail-Konten und Fotoalben zusammengefasst werden. Über ein Timescape-Widget hat man selbst auf dem Homescreen sofort Zugriff auf diese Anwendung.

Erwähnenswert ist noch die App “Energie sparen” mit der man verschiedene Energiesparprofile angelegen kann. So kann man bestimmen, dass das Xperia T in der Zeit von 00:00 Uhr – 07:00 Uhr bestimmte Dienste ausschaltet um so die Akkulaufzeit zu maximieren.

Performance & Akkuverbrauch

Die Oberfläche des Sony Xperia T läuft wirklich verdammt flüssig und es sind keine Unterschiede zu Jelly Bean zu erkennen. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir das Gefühl ein unterperformtes Smartphones zu betreiben. Der Snapdragon MSM8260A ist wirklich bärenstark und alle Anwendungen wurden entsprechend schnell ausgeführt. In einem Benchmark-Vergleich mit dem Samsung Galaxy S3 waren dennoch Unterschiede erkennbar, die sich aber im Alltag nicht bemerkbar machen.

Mit nur 1850mAh ist der verbaute Akku im Sony Xperia T gerade noch ausreichend. Selbst ein knapp ein Jahr altes Samsung Galaxy Nexus besitzt die gleiche Akkukapazität. Dennoch sind die Akkulaufzeiten in Ordnung, so dass wir im Schnitt auf 30-32 Stunden Akkulaufzeit kamen. Bei der Wiedergabe von HD-Videos konnten wir einen Wert von 5:50 Std. erreichen.

Benchmarktest

Fazit

+ Verarbeitung
+ verbaute Hardware
+ Display knackig scharf
+ Software mit netten Features
+ Walkman-App und Bildbearbeitung
+ Performance

- Spalt zwischen Display und Rahmen und Hörmuschel sind staubanfällig
- Kamera mit Schwächen bei der Fokussierung und Belichtung
- Videos mit Bildstabilisator ruckeln
- Akkulaufzeit könnte höher sein

Roundup: 4,2/5 Punkten

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Über den Autor

Christian Görge

Gründer des Techblogs MobileRoundup und auf der täglichen Suche nach aktuellen News aus der mobilen Welt. Ach so, und Fan von Eintracht Frankfurt :-)

  • heidi

    Wie ist den die Klangqualität wenn man gute Kopfhörer anschließt im Vergleich zu den HTC One Geräten?

    • http://www.mobileroundup.de Chris

      Die Tonqualität ist kann man mit HTC Geräten vergleichen, wobei ich ehrlich gesagt nicht sonderlich viel von dem Beats Audio Chip halte