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Test: Samsung Galaxy Note 10.1 – Tablet mit Stift und S-Note

Test: Samsung Galaxy Note 10.1 – Tablet mit Stift und S-Note

Testurteil

www.mobileroundup.de 09 / 2012

Samsung Galaxy Note 10.1

Hardware & Design

Display

Kamera

Software

Performance

Gesamtwertung
21.5/25

Anzeige

Samsung Galaxy Note 10.1 GT-N8000EAADBT WiFi + 3G(25,7 cm (10,1 Zoll) Tablet (Quad-core, 1,4GHz, 16GB interner Speicher, 5 Megapixel Kamera, Android 4.0) deep-gray

Einführung

Vor dem Erhalt des Galaxy Note 10.1 war ich gegenüber dem Samsung Tablet etwas skeptisch eingestellt. Nach der frühen Vorstellung des Galaxy Note 10.1 auf dem Mobile World Congress 2012 und dem immer wieder verschobenen Releasetermin, machten zu Beginn auch Gerüchte die Runde, dass das Tablet bei Veröffentlichung nicht mehr “up-to-date” sei.

So sprach man immer wieder von Plastikbomber, einem schlechtem Display oder dem zu hoch angesetzten Preis. All diese Punkte kann ich zum größten Teil ausräumen, da sie nur ansatzweise stimmen. Schaut Euch unseren Test an und wir sagen Euch, ob wir diese Punkte widerlegen können. Großer Dank geht wieder einmal an getgoods.de, die uns dieses Tablet zur Verfügung gestellt haben.

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Datenblatt Samsung Galaxy Note 10.1

  • Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich
  • 10.1-Zoll Display mit 1280 x 800 Pixel und eingebautem Digitizer
  • Samsung Exynos 4412 Quad-Core mit 1.4GHz
  • 2GB RAM
  • 16/32/64GB interner Speicher (erweiterbar mittels SD-Karte)
  • 5 Megapixel Primärkamera mit LED Flash | 1.9 Megpixel Frontkamera
  • Videoaufnahmen in 720p
  • Bluetooth 4.0 | WiFi b/g/n | GPS | Infrarotsensor
  • Akkukapazität: 7000 mAh
  • Gewicht: 590 Gramm
  • Abmessungen: 262 x 180 x 8.9 Millimeter
  • Preis: 619€ (16GB, Wifi + 3G)

Hardware & Design

Wie bereits eingangs erwähnt, gingen viele vor der Veröffentlichung davon aus, dass das Samsung Galaxy Note 10.1 ein wahrer Plastikbomber wird. Zugegeben, andere Materialien außer Kunststoff sind wirklich Mangelware bei diesem Tablet. Doch selbst dieser Kunststoff fühlt sich sehr wertig an und bietet in Sachen Verarbeitungsqualität keine Kritik. Bei diesem Tablet knarzt nichts, Spaltmaße sind nicht vorhanden und das Tablet ist äußerst verwindungssteif. Auch bei einem festen Druck auf den vorderen Rahmen zeichnen sich keine Wellen auf dem Display ab.

Wie auch beim Samsung Galaxy Tab 10.1N sind die Lautsprecher bei diesem Tablet auf die Vorderseite gewandert, um so von vornherein Patentstreitigkeiten mit Apple aus dem Weg zu gehen (siehe hier). Die Entscheidnung war richtig, denn die Lautsprecher passen sich nicht nur perfekt in die Designlinie ein, sondern bieten dadurch auch einen hervorragenden Klang.

Auch bei den technischen Innereien lässt Samsung kaum Wünsche offen. So kommt eine Exynos 4412 Quad-Core CPU (1.4GHz) in Verbindung mit 2GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Das Display verfügt über eine 10.1-Zoll Diagonale, löst mit 1280×800 Pixel auf und besitzt einen integrierten Digitizer, um so auch Eingaben per S Pen (Stylus) verarbeiten zu können.

Sicherlich ist der S Pen eines der Highlights dieses Tablet. Mit diesem Stift, der übrigens elegant im Tablet integriert ist, lassen sich Eingaben zielgenau vornehmen. Weiterhin ist es in Verbindung mit der Software möglich Screenshots zu fertigen und diese anschließend zu bearbeiten, mehr dazu aber im Video.

Weitere Hardwaremerkmale sind der verbaute microSD-Kartenslot, der Infrarotsender und der SIM-Kartenslot. Über den Samsung-eigenen Dock Connector kann man das Tablet laden oder via USB Daten synchronisieren. Die Eigenschaften des Infrarotsenders haben wir in einem extra gefertigten Video bereits auf YouTube online gestellt.

Bildergalerie

Display

Wie bereits erwähnt besitzt das Samsung Galaxy Tab Note 10.1 ein Display mit einer 10.1-Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Entgegen neueren Displays setzt Samsung hier nicht auf die IPS-Technologie. Dennoch versieht das Display einen äußerst guten Dienst. Die Betrachtungswinkel sind absolut in Ordnung und die Farben sind naturgetreu ohne übersättigt zu wirken. Auch bei der Helligkeit gibt es keinen Grund für Beschwerden. So kann man auf der maximalen Helligkeitsstufe auch im Outdoorbereich arbeiten. Dennoch ist zu beachten, dass keine Antiglare-Beschichtung verbaut wurde, so dass es zu Spiegelungen kommen kann. Auf der minimalsten Stufe ist die Helligkeit so gering, dass man fast gar nichts mehr sieht.

Über den verbauten Digitizer ist es möglich auch Eingaben per Stylus – bei Samsung S Pen genannt – vorzunehmen. Damit ist es möglich zielgenau zu arbeiten und Memos anzufertigen. Kritik kann lediglich bei der Auflösung angebracht werden, da andere Hersteller deutlich weiter sind. Den Unterschied merkt man jedoch nur, wenn man das Samsung Galaxy Note 10.1 direkt neben einem Tablet mit höherer Auflösung betreibt.

Kamera

Samsung verbaut in seinem Galaxy Note 10.1 zwei Kameras. Auf der Rückseite des Tablets kommt eine 5MP-Kamera mit LED-Flash zum Einsatz, auf der Vorderseite wurde eine 1.9MP-Kamera integriert. Die Primärkamera fertigt dabei Bilder mit max. 2592×1944 Pixel, Videos können jedoch nur in 720p, sprich 1280 x 720 Pixel aufgenommen werden. Aus welchem Grund Samsung für diesen Schritt entschieden hat ist uns nicht bekannt.

Die Frontkamera ist mit ihren 1.9 Megapixel absolut ausreichend und übertrifft damit die meisten Konkurrenzmodelle. Die eigentliche Kamera-App bietet wenig spektakuläres und greift vornehmlich auf Funktionen zurück, die wir bereits von anderen Samsung Geräten kennen. Lobenswert, dass Samsung auch die “Tap-to-Fokus” Funktion integrierte, so dass man auf bestimmte Bereiche eines Bildes fokussieren kann.

Insgesamt ist die Qualität der Bilder akzeptabel wie Ihr anhand unserer Testbilder sehen könnt.

Testbilder

Multimedia & Software

Aktuell läuft auf dem Galaxy Note 10.1 Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich in Verbindung mit der Samsung-eigenen Oberfläche TouchWiz. Bei diesen optischen Anpassungen kann man geteilter Meinung sein. Auf der einen Seite möchte jeder Hersteller seinen Geräten seinen eigenen Stempel aufdrücken und implementiert viele nützliche Anwendungen, auf der anderen Seite wird dadurch ein schneller Update-Support ausgebremst.

Beim Samsung Galaxy Note 10.1 kann ich mich jedoch für diese Oberfläche aussprechen, da sie viele nützliche Dinge mit sich bringt. So ist die Integration von den Minianwendungen eine gelungene Sache (siehe Video) und auch die sonstigen Samsung Apps, wie Smart Remote, finden Gefallen. Besonders gut hat uns die Multitasking Funktion gefallen, die es dem User im Splitscreen-Verfahren erlaubt einige Anwendungen nebeneinander ausführen zu können.

Leider ist die Anzahl dieser Apps auf die Galerie, den Video Player, S Note, Internet, Polaris Office und den Email-Client begrenzt. Ob eine Erweiterung dieser Apps mit einem zukünftigen Update eingespielt wird, ist bisher unbekannt.

Ansonsten sind auf diesem Tablet die übliche Video- und Musikplayer installiert, die jedoch über keine herausragenden Funktionen verfügen. Erwähnenswert ist beim Samsung Galaxy Tab Note 10.1 / 3G die Telefon-Applikation. Mit dieser ist es möglich Telefongespräche direkt mit dem Tablet zu führen. Da dies in der Regel etwas “komisch” aussieht, würde ich zu einem Bluetooth-Headset raten.

Ein ganz besonderes Augenmerk sollte der Nutzer auf den S Pen legen. Mittels dieses Stylus ist es nicht nur möglich Quick Memos zu fertigen, auch die Erstellung eines Screenshots mit anschließender Bearbeitung und dem Versand ist möglich. Ferner ist anzumerken, dass Samsung es geschafft hat unbeabsichtigte Eingaben mittels des Handballens zu unterdrücken. Bedeutet, dass man beim Verfassen eines Memo sich mit der Hand auf dem Tablet abstützen kann ohne dass dadurch eine Eingabe vollzogen wird.

Performance & Akkuverbrauch

Zum Schluss möchte ich auf die Performance und den Akkuverbrauch eingehen. Bisher konnte ich bei einigen Samsung-Devices immer wieder kleine Lags feststellen, was in erster Linie nicht an der verbauten Hardware lag, sondern an der TouchWiz Oberfläche, die das System immer etwas ausbremste. Beim Samsung Galaxy Note 10.1 ist dies nicht so. Hier funktioniert alles reibungslos und das Tablet ist über jeden Zweifel erhaben. Multitasking wird schnell ausgeführt und das Öffnen von Anwendungen funktioniert einwandfrei.

Bestätigt wird dieser rein subjektive Eindruck auch durch die einschlägigen Benchmarks, die wir auf dem Gerät ausgeführt haben. So sind die Werte vor allem im Antutu- und Sunspider Benchmark beachtlich. Die vollständige Übersicht könnt Ihr den unten eingefügten Bilden entnehmen.

Der Akkuverbrauch lag im Durchschnitt. So konnten wir mit dem 7000mAh starken Akku Laufzeiten zwischen 8-10 Stunden erreichen, je nachdem wie wir das Gerät beansprucht haben. Wenn man das Gerät nur gelegentlich nutzt, hält es im Standby mehrere Tage durch.

Benchmarktest

Fazit

Vorab sei zu sagen, dass es nicht das perfekte Tablet gibt. So auch beim Samsung Galaxy Note 10.1. So haben wir im Bereich der Hardware und des Design aufgrund der verwendeten Materialen nicht die volle Punktzahl geben können und kommen hier “nur” auf 4.5/5 Punkten. Das können andere Hersteller besser.

Wie bereits oben erwähnt kann man über das Display des Tablets nicht meckern, doch mit 1280×800 Pixel ist es Ende 2012 nicht mehr Stand der Dinge und muss auch hier etwas Federn lassen. Dieses Manko macht das Tablet aber im Bereich der Software – in Verbindung mit dem S Pen -und der sehr guten Performance wieder wett. Das Galaxy Note 10.1 ist momentan eines der schnellsten Android Tablets was unter anderem an dem bärenstarken Exynos 4412 Prozessor und den 2GB RAM liegt.

So können wir denjenigen eine Kaufempfehlung aussprechen, die über ausreichend finanzielle Mittel verfügen und ein innovatives Tablet benötigen. Alle anderen, die nur ein Tablet zum Surfen oder Spielen benötigen können sich in der Preiskategorie von 400-450€ umschauen, da man dort hervorragende Tablets bekommen kann.

Roundup: 4,3/5 Punkten

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Danke für die Teststellung

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Über den Autor

Christian Görge

Gründer des Techblogs MobileRoundup und auf der täglichen Suche nach aktuellen News aus der mobilen Welt. Ach so, und Fan von Eintracht Frankfurt :-)